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DER BESTE TRAILRUNNINGSCHUH FÜR DEN UTMB: INSIDER-TIPPS VON FLORIAN GRASEL

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Kaum ein anderer Läufer kennt den Ultra-Trail du Mont-Blanc (UTMB) so gut wie Florian Grasel. Der österreichische Ultraläufer hat schon fast jede der prestigeträchtigen UTMB-Distanzen in Angriff genommen – und dabei konstant starke Leistungen gezeigt.

Florian Grasel at UTMB

2018 lief er die 171 Kilometer rund um den Mont Blanc in beeindruckenden 23 Stunden, 12 Minuten und 3 Sekunden, und erreichte damit Platz 9 im Gesamtklassement. Zuletzt stellte er sich 2024 dem legendären Petit Trotte à Léon (PTL) – einer 300 Kilometer langen Team-Challenge mit 25.000 Höhenmetern und ohne Verpflegungsstationen. Nach über 110 Stunden kam er gemeinsam mit seinem Teamkollegen Thomas Wagner als Zweiter ins Ziel.

Für Florian ist der UTMB „die perfekte Mischung aus allem, wovon Trailrunner träumen: alpine Singletrails, steile Anstiege, endlose Downhills, die die Oberschenkel zum Glühen bringen, und laufbare Passagen, auf denen du quasi fliegen kannst – wenn du noch die Beine dafür hast.“

Doch was macht für einen Athleten wie Florian den perfekten Schuh für den UTMB aus?

Das UTMB-Terrain unter der Lupe: Technisch oder nicht?
Florian Grasel UTMB Finish line

Trotz der brutalen Länge und der massiven Höhenunterschiede gilt der UTMB nicht als besonders technisch – zumindest nicht im Vergleich zu anderen alpinen Ultratrails. Eliteläufer wie Kilian Jornet und Jim Walmsley haben die Strecke in unter 20 Stunden bewältigt, mit einer durchschnittlichen Laufgeschwindigkeit von 7:02 Minuten pro Kilometer.

Trotzdem ist das Gelände sehr abwechslungsreich mit …

  • dem trockenen, steilen Downhill nach Courmayeur
  • der langen Traverse zum Refuge Bonatti
  • den unzähligen Serpentinen zum Col Ferret
  • den rutschigen, steinigen Passagen am Col du Bonhomme.

Florian bringt es auf den Punkt: „Du brauchst keinen extrem aggressiven Trailschuh. Viel wichtiger ist ein Schuh, der auf jedem Untergrund funktioniert – einer, der dich effizient über die Distanz bringt.“

Warum der Fit entscheidend ist – und das BOA® Fit System den Unterschied macht
La Sportiva Jackal II BOA during UTMB

„Der Fit bei meinem Schuh ist das Allerwichtigste“, sagt Florian. Während des Rennens verändern sich die Füße – bei Anstiegen schwellen sie an, bei Kälte ziehen sich zusammen. Deshalb setzt Flo auf Trailschuhe mit dem Dual Dial BOA® Fit System und BOA® PerformFit™ Wrap-Konfiguration. Die Vorteile: 

  • Für Downhills (wie nach Courmayeur) lässt sich der Schuh in Sekundenschnelle festziehen.

  • Für Uphills (wie zum Col Ferret) kann er mühelos gelockert werden.

  • Kein Schnüren mit kalten Fingern nötig.

Schuhe wie der La Sportiva Jackal II BOA®, der Altra Timp 5 oder der Kailas FUGA DU DUAL BOA® sind mit dem BOA® Fit System ausgestattet, das sich für einen präzisen Fit und verbesserten Fersenhalt millimetergenau einstellen lässt – und wissenschaftlich validiert ist durch das BOA® PerformFit™ Lab in Denver.

Dämpfung vs. Reaktionsfähigkeit – auf die richtige Balance kommt es an

Für Ultradistanzen ist Dämpfung absolut essenziell.

„Ich achte darauf, dass der Schuh genug Dämpfung hat, um meine Beine über 100 Kilometer oder mehr zu entlasten“, erklärt Florian. „Aber er muss trotzdem reaktionsfreudig bleiben. Es geht darum, die richtige Balance zu finden, abhängig vom eigenen Tempo und der Erfahrung.“ Auch wenn jeder Läufer andere Vorlieben hat – wichtig ist, dass der Schutz nicht auf Kosten der Energierückgabe geht.

Außensohle und Grip – weniger Matsch, mehr Vielseitigkeit
PTL Chamonix

Schlammige Trails sind beim UTMB weniger Thema. Darum verzichtet Florian bewusst auf Soft-Ground-Schuhe. Seine Empfehlung stattdessen:

  • ein Stollenprofil mit 4 bis 6 mm und
  • ein vielseitiger Grip für alle Bedingungen – von staubigen Downhills bis zu felsigen Pfaden.

„Traktion ist wichtig – aber der Schuh muss mit jedem Untergrund klarkommen, der einem beim UTMB begegnet“, fügt er hinzu.

Gewicht – ist leichter automatisch besser?

Viele Eliteläufer setzen auf ultraleichte Schuhe. Bei Florian hat sich der Fokus inzwischen verschoben:

„Früher war ich regelrecht besessen davon, jedes Gramm einzusparen. Heute ist mir der Fit wichtiger, und der Grip – und dass der Schuh mich gut durch den ganzen Tag bringt. Ich brauche ein Modell, das lange Strecken mitmacht – nicht eines, das auf der Waage gewinnt.“

Florian Grasels Schuhempfehlungen für die UTMB-Rennen
Chamonix

Was Florian aus eigener Erfahrung für die unterschiedlichen UTMB-Rennen empfiehlt:

PTL – Das extremste Rennen im UTMB-Programm.  Im vergangenen Jahr griff Florian zu verschiedenen Modellen – je nach Etappe und Gelände. Er startete mit dem Scarpa Ribelle Run Kalibra, später lief er im La Sportiva Jackal II BOA®. Wenn er sich für ein Paar entscheiden müsste, würde er einen Prototyp nehmen, den er aktuell für Kailas entwickelt: „Der ist perfekt für so ein ultralanges Abenteuer.“

UTMB® – Für die Umrundung des Mont Blanc setzt Florian auf den neuen Altra Timp 5 BOA®. „Der Schuh, der für mich am besten zum Gesamtkonzept des Rennens passt.“

Altra Timp 5 BOA®

TDS® – Gilt als das technisch anspruchsvollste Rennen des UTMB. Das bedeutet: Hier sind mehr Schutz und eine Top-Außensohle essenziell. Florian ist bereits viele technische Rennen im La Sportiva Jackal II BOA® gelaufen und würde jederzeit wieder auf dieses Modell vertrauen: „Sohle und Schutz sind absolut top für felsiges Gelände.“

CCC® / OCC® – Weniger technisches, dafür besser laufbares Gelände.
Abhängig von der Zielsetzung und den persönlichen Bedürfnissen empfiehlt Florian entweder den Altra Timp 5 BOA® oder den Kailas Fuga DU BOA®. „Eine starke Kombination aus Dämpfung, Speed und Grip.“

Ein letzter Tipp von Florian zur Schuhwahl beim UTMB:

„Für jedes Rennen packe ich ein zweites, bewusst anders abgestimmtes Modell in die Drop-Bag – für den Fall, dass die Bedingungen oder mein Körper einen Schuhwechsel nötig machen. So ein Wechsel auf ein komplett anderes Modell kann ein echter Reset sein – mental und muskulär.“